Elektrisches Heben mit The Beast

Cordeel setzt stark auf die Energiewende seines Materialdienstes. Das Ziel? Emissionsfreie Baustellen, trotz aller Herausforderungen in Bezug auf Investitionen, Infrastruktur und Stromversorgung.

The Beast met werknemers

Ein besonderes Projekt innerhalb dieser Transition ist der Umbau des 120-Tonnen-Sennebogen 6113 – innerhalb des Unternehmens auch bekannt als „The Beast“. Die Maschine wurde von Van den Heuvel vollständig von Diesel auf Elektro umgebaut, inklusive eines großen Elektromotors und eines leistungsstarken Akkupacks. Um auch an Standorten ohne Stromversorgung eingesetzt werden zu können, wurde ein intelligenter Range Extender hinzugefügt: ein Notstromaggregat, das sowohl die Hydraulik antreiben als auch die Akkus aufladen kann. Mit dieser Lösung ist der Kran vollständig zukunftssicher – einsetzbar an regulären und netzüberlastungsgefährdeten Standorten, ohne Leistungseinbußen. Ein schönes Stück Maßarbeit, passend zu Cordeels breiterer Vision von nachhaltiger Baulogistik und Energiemanagement.

Der Sennebogen 6113 ist inzwischen auf der Maasvlakte voll im Einsatz. Wir fragten Jaap Hoekman (Leiter Materialdienst) und Marc Bosma (Maschinist) nach ihren ersten Eindrücken.

Was beinhaltet dieses Projekt, was wird gebaut?
„Ein Umspannwerk, das Hochspannung aus Windparks in Mittelspannung umwandelt. In den Niederlanden herrscht ein Mangel an Stromkapazität. Dies ist ein Regierungsprojekt, das zur Energiewende beiträgt.“

Wird eine spezielle Baumethode angewendet?
„Ja, die Konstruktion ist hoch, schwer und vollständig luftdicht.“

Wie lange dauert das Projekt?
„Das Werk soll Ende 2026 betriebsbereit sein.“

Was macht dieses Projekt besonders?
„Der Umfang und die Anforderungen machen es einzigartig – sogar auf Weltniveau.“

Welche Aufgaben führt der Kran aus?
„Das Entladen und Platzieren von schweren Betonfertigteilen, wie Säulen und Dachbalken.“

Wie schwer sind die Elemente, die gehoben werden?
„Zwischen 26 und 28 Tonnen, bei einer Reichweite von 14 bis 26 Metern.“

Gibt es spezifische Herausforderungen?
„Sicher. Der Kran platziert schwere Wandelemente zwischen bestehende Säulen, in etwa 20 Metern Entfernung – während das Dach bereits geschlossen ist. Das erfordert äußerste Präzision.“

Wie funktioniert das Aufladen der Maschine in der Praxis?
„Das läuft gut. Es wäre jedoch hilfreich, wenn die Maschine über den Unterwagen aufgeladen werden könnte, sodass der Oberwagen einfach weiterdrehen kann.“

Warum wurde dieser Kran gewählt?
„Der Sennebogen 6113 ist stark, schwer gebaut und sehr wendig – wirklich ein Biest von einem Kran. Ideal für diese Art von Arbeit.“

Hat Cordeel andere Sennebogen-Krane in der Flotte?
„Ja, wir haben auch noch einen 640R HD, einen 683E und zwei 643E’s.“

Ist dies der erste elektrische Kran in Ihrer Flotte?
„Ja, dies ist unser erster elektrischer Kran. Die Entscheidung für eine elektrische Variante fiel aufgrund unseres Nachhaltigkeitsanspruchs und der Nachfrage von Auftraggebern.“

Wir sprechen auch mit Marc Bosma, dem Maschinisten. Marc arbeitet seit über 25 Jahren auf einem Sennebogen-Kran. Zuerst 20 Jahre auf einem 640R HD und danach auf dem 6113, der 2021 angeschafft wurde.

Was sind Ihre Erfahrungen mit diesem elektrischen Kran?
„Sehr positiv: Er ist stark, wendig und robust. Er dreht sich gut, sehr ruhig.“

Was ist der Unterschied zu einer Dieselvariante?
„Der elektrische Kran ist leiser und schneller in der Reaktion.“

Wie lange kann mit einer vollen Batterie gearbeitet werden?
„Zwischen 8 und 10 Stunden. Dies hängt natürlich davon ab, welche Arbeiten damit ausgeführt werden. Wenn viel damit gefahren wird, verbraucht dies mehr Leistung und die Batterie ist schneller leer.“

Würden Sie den Kran anderen empfehlen?
„Auf jeden Fall. Es ist eine Supermaschine!“

Neugierig und möchten Sie mehr über diesen Umbau erfahren? Wir haben hier bereits einen Beitrag darüber veröffentlicht, schauen Sie hier.

Interesse am Umbau Ihrer Maschine? Sehen Sie hier, welche Projekte wir alle schon gemacht haben.

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